Erläuterungen zum Datensatz der Faking-Studie

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Hintergrund der Studie

In Assessment-Zentren werden Bewerber für eine Stellenausschreibung häufig mit standardisierten Fragebögen befragt. Es ist hinlänglich bekannt, dass Bewerber ihre Antworten in solchen Situationen dem Profil der ausgeschriebenen Stelle anpassen. In der Studie soll deshalb der "Faking"-Effekt für Persönlichkeitseigenschaften und für Skalen zum Studieverhalten untersucht werden.


Mögliche Fragstellungen

  1. Wie groß ist der Faking-Effekt in den einzelnen Skalen?
  2. Sind die Skalen ohne Faking-Instruktion zeitlich stabil?
  3. Unterschiedet sich der Faking-Effekt beim Within-Design und Between-Design?
  4. Unterschiedet sich der Faking-Effekt bei Männern und Frauen?
  5. Sind die Antworten allgemein und der Faking-Effekt im Besonderen davon abhängig, ob die Probanden einem Vortest unterzogen wurden (pretest sensitization)?


Variablen

  • NEO-FFI
    • Neurotizismus
    • Extraversion
    • Offenheit für Erfahrung
    • Verträglichkeit
    • Gewissenhaftigkeit
  • Studieverhalten
    • Soziale Orientierung
    • Belastbarkeit
    • Einsatzbereitschaft
    • Kommunikationsbereitschaft
    • Organisationsfähigkeit
    • Teamorientierung
    • Kritikfähigkeit
    • Lernorientierung


Design

  • Die ersten zwei Erhebungswellen entsprechen dem Solomon-Design. Durch eine dritte Erhebung wurde jeder Teilnehmer auch in der "unehrliche"-Bedingung befragt.
  • Die Zuweisung zu den vier Experimentalgruppen erfolgt zufällig.

Design der Faking-Studie


Instruktionen

  • Ehrlich: "Bitte schätzen Sie sich selbst möglichst wahrheitsgemäß ein."
  • Gelogen: "Sie bewerben sich bei einer Klinik. Stellen Sie sich möglichst positiv dar!"


Prüfen von "Pre-test Sensitization" mit dem Solomon Design

Prüfen von "Pre-test Sensitization" mit dem Solomon Design


Stichprobe

  • 199 Psychologie Studenten, von 176 ist das Alter und Geschlecht bekannt
  • ca. 85 Prozent Frauen, ca. 75 Prozent der Teilnehmer sind zwischen 18 und 29 Jahren alt